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SAMMLUNGEN |
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▪ Festetage In der ein Stockwerk höher gelegenen Festetage befanden sich neben den Wohn- und Arbeitsräumen des Großherzogs vor allem die Fest- und Repräsentationsräume. Mit einem großen Aufwand an Materialien und Dekor wurde nach Plänen des Berliner Architekten F. A. Stüler der Thronsaal gestaltet. Die Innendekoration stellt vor allem Bezüge zur mecklenburgischen Landesgeschichte und zum Landesherrn her. Wappen repräsentieren die 40 Städte des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin zur Zeit des Schlossneubaus und die Landesteile, die einst zum Herrschaftsbereich gehörten. Statuen symbolisieren die Haupterwerbszweige der mecklenburgischen Bevölkerung sowie weltliche und christliche Tugenden. Gemälde zeigen den Bauherrn des Schlosses im 19. Jahrhundert, den Großherzog Friedrich Franz II. und seine erste Gemahlin Auguste. Ein Meisterstück ist das mit überaus reichen Intarsien geschmückte Parkett. Auch die beiden Vorräume zum Thronsaal, Schlössergalerie und Ahnengalerie, folgen in ihrer Innendekoration einem ikonographischen Programm: Die architektonisch zurückhaltend gestaltete Schlössergalerie zeigt Wandgemälde mit mecklenburgischen Residenzen, Sommer- oder Jagdsitzen aus dem Besitz des Landesherrn. Die parallel dazu liegende Ahnengalerie enthält in lückenloser Reihenfolge Darstellungen der mecklenburgischen Herzöge des 14. bis 18. Jahrhunderts. ▪ Renaissancekapelle Eine Perle im Ensemble des Schweriner Schlosses ist die kunsthistorisch und theologisch überaus interessante Renaissancekapelle, die zudem der erste Neubau einer protestantischen Kirche in Mecklenburg war. Aus der Entstehungszeit der Kapelle (1560 bis 1563) sind u. a. erhalten die schöne Kanzel Georg Schröters sowie einige kunstvolle Alabasterreliefs des Antwerpener Bildhauers Paludanus. Im Zuge eines Umbaus in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Kapelle um einen neugotischen Chor nach dem Entwurf des Kölner Dombaumeisters E. F. Zwirner erweitert und mit Wandmalereien sowie prächtigen, gotisierenden Glasmalereien ausgestattet. ▪ Der Burggarten Der Burggarten, ein Parkkleinod auf der Schlossinsel im Stil englischer Landschaftsgärten, wurde nach Ideen von P. J. Lenné vom Hofgärtner Th. Klett anlässlich des Schlossneubaus im 19. Jahrhundert geschaffen. Höhenunterschiede, die zwischen den Treppen und Wegen vermitteln, betonen die Natürlichkeit der Umwelt. Rasenflächen mit teils seltenen Gehölzen erstrecken sich bis an das Inselufer. Mittelpunkt des Parkes ist die Orangerieanlage, die nach einer umfangreichen Restaurierung wieder für Besucher zugänglich ist. ▪ Der Schlossgarten Der Schlossgarten, eine Parkanlage im Stil französischer Barockgärten mit einem doppelarmigen Kreuzkanal als Mittelachse, entstand im Wesentlichen von 1748 bis 1756 nach Entwürfen J. L. Legeays. Am Kanalufer stehen 14 Gartenskulpturen aus der Werkstatt B. Permosers (1953 bis 1961 durch Kopien ersetzt). Im 19. Jahrhundert entstand durch Kanalzuschüttungen im zum Schloss weisenden Teil des Parks ein großes Rasenparterre, Laubengänge wurden als seitliche Begrenzung angelegt. 1893 fand das Reiterstandbild des Großherzogs Friedrich Franz II. in der einstigen barocken Sichtachse zwischen Schloss und Park Aufstellung.
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Neue Räume ▪ Die regierenden Herzöge (Regierungszeiten) Albrecht II. 1329 (mündig seit 1336)-1379 Albrecht III. 1385-1388, 1395-1412, König in Schweden 1364-1389 Magnus 1379-1384 Albrecht V. 1412-1423 Johann IV. 1384-1422 Heinrich IV. 1422 (mündig 1436)-1477 Magnus II. 1477-1503 Heinrich V. 1503-1552 Albrecht VII. 1488-1547 Johann Albrecht I. (zu Güstrow) 1547-1555, (zu Schwerin) 1552-1576 Ulrich III. 1555-1603 Karl I. (als Vormund) 1603-1610 Johann VII. 1585-1592 Adolph Friedrich I. (unter Vormundschaft ab 1592) 1606-1558 Christian (Louis) I. 1658-1692 Friedrich Wilhelm 1692-1713 Karl Leopold 1713-1747 (1728 der Regierung enthoben) Christian Ludwig II. Landesadministrator 1728, Kaiserlicher Kommissar 1733, regierender Herzog 1747-1756 Friedrich der Fromme 1756-1785 Friedrich Franz I. 1785-1837 Paul Friedrich 1837-1842 Friedrich Franz II. 1842-1883 Friedrich Franz III. 1883-1897 Friedrich Franz IV. (unter Vormundschaft ab 1897) 1901-1918 |
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