Thronsaal
 

 

 

SAMMLUNGEN

 


Beletage
In der Beletage befanden sich im 19. Jahrhundert die Wohn- und Gesellschaftsräume der Großherzogin.
Bei der Dekoration der Räume verwendete man im vorigen Jahrhundert verschiedene Imitationstechniken wie Stucco lustro, eine Marmornachbildung, für Wandverkleidungen. Für die Herstellung von Schmuckelementen wurde die Papiermachéproduktion, die bereits im 18. Jahrhundert im mecklenburgischen Ludwigslust in hoher Blüte gestanden hatte, neu belebt. Die Ornamente auf den Deckenbalken und -täfelungen wurden aus diesem leichten Material oder auch aus Stuck gefertigt und mit einer verschiedene Hölzer imitierenden Bemalung versehen.
Erwähnenswert sind die Wandbespannungen aus Seidendamast im Wohn- und Winterzimmer, die nach originalen Resten getreu rekonstruiert wurden.
Das ursprünglich als Speisezimmer genutzte holzgetäfelte Zimmer beeindruckt durch die ausgewogene Farbgebung: Das Dunkelbraun der Wandtäfelung aus kanadischem Vogelaugenahorn harmoniert mit den sparsamen Vergoldungen und den Rottönen der Nischen und des Blumen- und Früchtefrieses. Verschiedene Verzierungen wie Tafeln mit geschnitzten Tier- und Früchtestillleben weisen auf die ehemalige Funktion des Raumes hin.
Wundervolle filigrane Stuckornamente mit vorwiegend floralen Motiven schmücken das Blumenzimmer. Medaillons über den Fenstern zeigen Porträts der Großherzogin Auguste mit verschiedenen Blüten im Haar. Eine Freitreppe führte ehemals in den Burggarten.

Festetage
In der ein Stockwerk höher gelegenen Festetage befanden sich neben den Wohn- und Arbeitsräumen des Großherzogs vor allem die Fest- und Repräsentationsräume.
Mit einem großen Aufwand an Materialien und Dekor wurde nach Plänen des Berliner Architekten F. A. Stüler der Thronsaal gestaltet. Die Innendekoration stellt vor allem Bezüge zur mecklenburgischen Landesgeschichte und zum Landesherrn her.
Wappen repräsentieren die 40 Städte des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin zur Zeit des Schlossneubaus und die Landesteile, die einst zum Herrschaftsbereich gehörten. Statuen symbolisieren die Haupterwerbszweige der mecklenburgischen Bevölkerung sowie weltliche und christliche Tugenden. Gemälde zeigen den Bauherrn des Schlosses im 19. Jahrhundert, den Großherzog Friedrich Franz II. und seine erste Gemahlin Auguste. Ein Meisterstück ist das mit überaus reichen Intarsien geschmückte Parkett.
Auch die beiden Vorräume zum Thronsaal, Schlössergalerie und Ahnengalerie, folgen in ihrer Innendekoration einem ikonographischen Programm: Die architektonisch zurückhaltend gestaltete Schlössergalerie zeigt Wandgemälde mit mecklenburgischen Residenzen, Sommer- oder Jagdsitzen aus dem Besitz des Landesherrn. Die parallel dazu liegende Ahnengalerie enthält in lückenloser Reihenfolge Darstellungen der mecklenburgischen Herzöge des 14. bis 18. Jahrhunderts.

Renaissancekapelle
Eine Perle im Ensemble des Schweriner Schlosses ist die kunsthistorisch und theologisch überaus interessante Renaissancekapelle, die zudem der erste Neubau einer protestantischen Kirche in Mecklenburg war. Aus der Entstehungszeit der Kapelle (1560 bis 1563) sind u. a. erhalten die schöne Kanzel Georg Schröters sowie einige kunstvolle Alabasterreliefs des Antwerpener Bildhauers Paludanus. Im Zuge eines Umbaus in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Kapelle um einen neugotischen Chor nach dem Entwurf des Kölner Dombaumeisters E. F. Zwirner erweitert und mit Wandmalereien sowie prächtigen, gotisierenden Glasmalereien ausgestattet.

Der Burggarten
Der Burggarten, ein Parkkleinod auf der Schlossinsel im Stil englischer Landschaftsgärten, wurde nach Ideen von P. J. Lenné vom Hofgärtner Th. Klett anlässlich des Schlossneubaus im 19. Jahrhundert geschaffen. Höhenunterschiede, die zwischen den Treppen und Wegen vermitteln, betonen die Natürlichkeit der Umwelt. Rasenflächen mit teils seltenen Gehölzen erstrecken sich bis an das Inselufer. Mittelpunkt des Parkes ist die Orangerieanlage, die nach einer umfangreichen Restaurierung wieder für Besucher zugänglich ist.

Der Schlossgarten
Der Schlossgarten, eine Parkanlage im Stil französischer Barockgärten mit einem doppelarmigen Kreuzkanal als Mittelachse, entstand im Wesentlichen von 1748 bis 1756 nach Entwürfen J. L. Legeays. Am Kanalufer stehen 14 Gartenskulpturen aus der Werkstatt B. Permosers (1953 bis 1961 durch Kopien ersetzt). Im 19. Jahrhundert entstand durch Kanalzuschüttungen im zum Schloss weisenden Teil des Parks ein großes Rasenparterre, Laubengänge wurden als seitliche Begrenzung angelegt. 1893 fand das Reiterstandbild des Großherzogs Friedrich Franz II. in der einstigen barocken Sichtachse zwischen Schloss und Park Aufstellung.
 

Neue Räume
Informationen zu den neu zugänglichen Räumen finden Sie hier

Die regierenden Herzöge (Regierungszeiten)
Albrecht II. 1329 (mündig seit 1336)-1379
Albrecht III. 1385-1388, 1395-1412,
    König in Schweden 1364-1389
Magnus 1379-1384
Albrecht V. 1412-1423
Johann IV. 1384-1422
Heinrich IV. 1422 (mündig 1436)-1477
Magnus II. 1477-1503
Heinrich V. 1503-1552
Albrecht VII. 1488-1547
Johann Albrecht I. (zu Güstrow) 1547-1555,
    (zu Schwerin) 1552-1576
Ulrich III. 1555-1603
Karl I. (als Vormund) 1603-1610
Johann VII. 1585-1592
Adolph Friedrich I. (unter Vormundschaft ab 1592) 1606-1558 Christian (Louis) I. 1658-1692
Friedrich Wilhelm 1692-1713
Karl Leopold 1713-1747 (1728 der Regierung enthoben)
Christian Ludwig II. Landesadministrator 1728, 
   Kaiserlicher Kommissar 1733, regierender Herzog 1747-1756
Friedrich der Fromme 1756-1785
Friedrich Franz I. 1785-1837
Paul Friedrich 1837-1842
Friedrich Franz II. 1842-1883
Friedrich Franz III. 1883-1897
Friedrich Franz IV. (unter Vormundschaft ab 1897) 1901-1918
 

 

Blumenzimmer
Blumenzimmer

 


Speisezimmer

 

 

Ahnengalerie
Ahnengalerie

 


Thronsaal

 


Carl Graeb
Blick ins Innere der Schlosskirche

 


Burggarten

 


Schlossgarten