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Europäische Porzellane und Höfische Malerei
Das Staatliche Museum Schwerin präsentiert die
außerordentlich reizvolle Porzellansammlung des Hauses, um eine Vielzahl
hervorragender Stücke erweitert, jetzt in den Räumen der ehemaligen
großherzoglichen Kinderzimmer des Schlosses Schwerin. Dem Besucher wird ein
Überblick über die Porzellankunst vom 18. bis 20. Jahrhundert geboten.
Den Schwerpunkt bilden dabei die
feinen und überaus qualitätvollen Porzellane der ältesten deutschen
Manufaktur Meißen. Seltene Arbeiten aus Böttgersteinzeug sowie Produkte der
frühesten Zeit des im Jahre 1708 von J. F. Böttger und W. E. von Tschirnhaus
auf der Dresdener Venusbastei erfundenen Porzellans, Hausmalerporzellane,
Höroldt-Service oder Porzellanplastiken von J. J. Kaendler zählen zu den
kostbarsten Beispielen der Porzellankunst.
Die neben Meißen bedeutendste Porzellanmanufaktur, die Königlich Preußische
Porzellanmanufaktur in Berlin ist ebenfalls reich vertreten. Viele der
ausgestellten Stücke kamen als Geschenke des preußischen Königs an das
mecklenburgische Herrscherhaus, wie auch Teile aus zwei Tafelservicen der
Großherzogin Alexandrine und des Großherzogs Friedrich Franz II., die zum
ersten Mal präsentiert werden.
Die Porzellanmanufakturen Fürstenberg, Ansbach und Gotha sowie die
Manufakturen ausländischer Fürstenhöfe, wie Petersburg, Sèvres und Wien sind
in erlesener Auswahl dokumentiert. Sie bieten einen Überblick über
Geschirrmuster, Dekore, Formen und figürliche Arbeiten der Porzellankunst
des 18. und 19. Jahrhunderts.
Erstmalig kommen nun auch historische Porzellane aus der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts zur Ausstellung. Den Abschluss des Rundgangs bilden
Beispiele aus der Zeit des Jugendstils, der an der Wende vom 19. zum 20.
Jahrhundert eine neuerliche Blüte der Porzellankunst markiert. Die
plastischen Arbeiten von Ernst Barlach, Max Esser und Paul Scheurich geben
dabei der Sammlung ihren besonderen Reiz.
Malerei des 17. bis 20. Jahrhunderts ergänzt die Porzellanausstellung in
ästhetischer Übereinstimmung.
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Der Handkuss, Meißen, 1737

Frühstücksgeschirr, KPM Berlin,
um 1810

Büßende Maria Magdalena, Meißen, 1788
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